Osteopathie für Tiere

Was ist Osteopathie?

Osteopathie ist eine anerkannte, manuelle Behandlungsmethode, welche sich auf Kenntnisse der Anatomie und Physiologie stützt. Ein Osteopath sucht nach der Ursache einer Beschwerde und sieht dabei den Körper als Ganzes. Folglich werden die Wirbelsäule, die Gelenke, die Muskeln, das Bindegewebe sowie die Organe untersucht und behandelt. Wenn ein bestimmter Körperteil nicht optimal funktioniert (z. B. aufgrund eingeschränkter Mobilität), kann dieser weitere Körperregionen negativ beeinflussen, da Defizite oftmals ausgeglichen werden. Mit überwiegend sanften Eingriffen löst der Osteopath Blockaden und hilft, die Symptome zu reduzieren. Dies bringt den Körper ins Gleichgewicht, um die jeweiligen Bewegungsabläufe wieder positiv abrufen zu können und um die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen.

Der Zeitraum zwischen den Behandlungen, in denen Blockaden gelöst werden, beträgt ca. vier bis sechs Wochen. Während dieser Zeit wird das natürliche Gleichgewicht des Körpers wiederhergestellt. Nach ein bis drei Behandlungen kann in den meisten Fällen eine Besserung erwartet werden. Je akuter die Beschwerde ist, desto schneller sind Ergebnisse sichtbar.

Die Konsultation

Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, ist es erforderlich, dass ihr Tier vor Behandlungsbeginn sauber und trocken ist. Darüber hinaus sollte es unmittelbar vor der Anwendung des Osteopathen (mindestens zwei Stunden zuvor) zur Ruhe kommen und nicht trainiert werden.

 

Aufbau einer Konsultation

- Vorgespräch

- Körperliche Untersuchung (Stand und Bewegung)

- Behandlung

- Beratung

Wenn nötig kann ich während der Behandlung

Akupunkturen nutzen. Hierbei handelt es sich um

Dry Needling (trockenes Nadeln). Dies ist eine

spezielle Akupunkturtechnik zur Behandlung

myofaszialer Triggerpunkte (Verspannungen)

mittels steriler Einwegakupunkturnadeln.

 

Eine Konsultation dauert je nach Beschwerden

circa 30 bis 90 Minuten.

 

Kontraindikationen

(= wenn es keine Behandlung Indikation gibt)

- Akute Koliksymptome

- Sofort nach einem Trauma

- In der ersten und letzten Schwangerschaftsphase

- Ernsthafte Lahmheit

Nach der Behandlung

Da eine osteopathische Behandlung erhebliche Auswirkungen auf den Körper eines Tieres hat, ist es ratsam, mehrere Tage nach der Behandlung auf das gewohnte Training zu verzichten. Dies gibt dem Tier die beste Chance, auf die Behandlung zu reagieren und ein neues Gleichgewicht in seinem Körper herzustellen. Während dieser Phase kann ein Pferd auf der Weide, dem Paddock und / oder an der Hand bewegt werden. Hingegen darf ein Hund laufen, jedoch nicht übermäßig gefordert werden, z. B. durch Ballspiele und intensives Training. Erst nach der genannten Zeitspanne darf ein kontrollierter Trainingsbeginn eingeleitet werden.

 

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